Gartenboden verbessern

Bodentest schafft Sicherheit...
Es ist ganz egal um welche Pflanzen es sich handelt, ob Rosen, Hecken oder Gemüse - alle Pflanzen brauchen für ein gesundes und kräftiges Wachstum optimale Bodenverhältnisse. Wenn sie nicht kräftig wachsen und gedeihen, kann das an der Beschaffenheit des Gartenbodens und mangelndem Dünger liegen.

Ausgelaugt, zu sauer und viel zu undurchlässig und verdichtet, das ist die Diagnose für viele Gartenböden. Doch es gibt gute Mittel, die Bodenqualität in Gemüse und Blumenbeeten vor der Wachstumsphase zu verbessern. Besonders wirksam ist, unter anderem Kompost und organischer Dünger.
Der Gartennutzer ahmt im Prinzip nur den Kreislauf der Natur nach, wenn er Kompost in den Boden gibt. Die Nährstoffe von Pflanzen kommen hier, genau wie in der Natur, wieder in den Boden zurück. Kompost hat den großen Vorteil, dass der Gärtner nicht viel beachten muss, denn alle Böden vertragen Kompost gut. Kompost erhöht nicht nur den Humusgehalt, sondern hilft auch, lehmhaltige und bindige Böden aufzulockern.

Die wenigsten Gartenbesitzer finden zu Hause den idealen Gartenboden vor und nicht jede Pflanze wächst in jeder Erde. Um den Boden zu verbessern muss zunächst die Bodenbeschaffenheit bestimmt werden. Die Böden werden grob unterteilt in:

  • Sandböden, leichte Böden Lehm-/Sandböden
  • mittelschwere oder humose Böden
  • Lehmböden schwere Böden

Je höher der Humusgehalt ist, desto dunkler ist die Erde. Auch eine große Zahl an Regenwürmern ist der Indikator für einen guten Boden. Daher sollte ihnen auch organisches Futter wie Rasenschnitt und Laub als Decke auf dem Boden gegeben werden.

Raiffeisen-Markt Praxis-Tipp:

Die Bodenart lässt sich mit einem einfachen Trick bestimmen. Zur Bestimmung etwas feuchte Gartenerde in der Hand zu einer Kugel formen und dann versuchen, daraus eine "Wurst" zu rollen. Ist das nicht möglich und besitzt die Erde eine krümelige Struktur, handelt es sich um Sandboden. Lässt sich die Wurst gut formen und ist die Erde glatt, aber nicht klebrig, handelt es sich um Lehm-/Sandboden. Lässt sich die Wurst gut formen und ist die Erde nicht nur glatt, sondern auch klebrig, handelt es sich um Lehmboden.

Diese Böden, die man problemlos zu Kugeln formen kann, werden durch das Aufbereiten mit Kompost luftiger und durchlässiger. Bei sehr sandigen Böden sollten aber neben der Allzweckwaffe Kompost auch Tonmehl, oder etwa Bentonit untergemischt werden. Der Richtwert für den Einsatz von Kompost beträgt ca. drei bis vier Liter pro Quadratmeter. Für Bereiche mit sogenannten Schwachzehrern mit geringem Nährstoffbedarf reicht etwa die Hälfte der Menge aus. Zu diesen Pflanzen gehören Möhren, Zwiebeln sowie Kräuter.

Ganz ohne Muskelkraft geht es aber auch nicht, um den Boden vor dem Start in die Pflanzsaison fit zu machen. Wichtig ist im Frühjahr den Boden mit Grabegabel, Hacke oder Sauzahn aufzulockern. Bei diesem Arbeitsgang sollte der Hobbygärtner Hornspäne zur guten Versorgung mit Stickstoff unterarbeiten. Hornspäne zersetzen sich langsam und wirken als Dauerdünger. Der Richtwert für Horndünger beläuft sich je nach Kultur auf etwa 50 bis 100 Gramm pro Quadratmeter zusätzlich zur Kompostgabe. Starkzehrer, also Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf, vertragen hier mehr als 100 Gramm. Dazu gehören unter anderem Tomaten oder Kartoffeln. Hier kann die Düngung auch auf zwei Gaben Hornmehl verteilt werden. Eine im zeitigen Frühjahr und eine im Frühsommer.

Grundvoraussetzung für alle Düngemaßnahmen ist aber, dass man weiß, wie gut es um den Boden im eigenen Garten bestellt ist und welche Mangelerscheinungen er eventuell hat. Im Garten sollte der Boden einen pH-Wert von etwa sechs aufweisen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie hoch der pH-Wert Ihres Bodens ist, machen Sie lieber einen Bodentest. Um einen ersten Eindruck von der Bodenbeschaffenheit zu bekommen, sind sogenannte Schnelltests ein bewährtes Mittel. In unserem Sortiment finden Sie ein Schnelltest-Set der Firma „Neudorf“ mit dem Sie problemlos Bodenproben analysieren können. So kann zum Beispiel vermieden werden, dass der vermeintlich intakte Boden zu hohe Nitratwerte aufweist. Alle drei bis fünf Jahre ist Analyse durch ein Labor empfehlenswert.
Diese Analyse gibt Auskunft über den pH-Wert des Bodens sowie über die Hauptnährelemente Kalk, Kali, Phosphor und Magnesium. Der beste Termin dafür ist im Frühjahr, da dann die Pflanzen wieder austreiben und möglicherweise Nährstoffe brauchen.

Ergibt sich dabei zum Beispiel ein niedriger pH-Wert, braucht der Boden Kalk, etwa durch gemahlenes Dolomit Gestein. Dieser bei uns im Raiffeisen-Markt erhältliche Dolomitkalk enthält mit Kalzium- und Magnesiumcarbonat wichtige Pflanzennährstoffe.
Neben Kompost und Gründüngung zählen Hornspäne zu den beliebtesten organischen Düngern. Dabei handelt es sich um zerkleinerte Hörner und Hufe von Rindern. Das relativ feine Hornmehl kann ganzjährig ausgebracht werden, die Nährstoffe stehen dem Boden schnell zur Verfügung. Gröbere Hornspäne versorgen den Boden länger, dafür aber erst nach circa drei Monaten mit Nährstoffen.

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